In der Ukraine gibt es 245 verschiedene Internate und Kinderheime, in denen ungefähr 50'000 Kinder leben. Gemäss einer Erhebung werden 20 Prozent der Abgänger später wieder obdachlos, mehr als die Hälfte wird kriminell und jeder Siebte begeht Selbstmord. Ein Hauptgrund für solch erschreckende Zahlen ist, dass in diesen Heimen und Internaten nur schlechte oder oftmals gar keine pädagogische und therapeutische Arbeit mit den Kindern gemacht wird.

Das Ziel unserer Schulungen ist dementsprechend die Vermittlung der theoretischen und praktischen Grundlagen der Traumapädagogik.

Die an den Schulungen teilnehmenden Pädagogen lernen zu verstehen, wie ein Waisenkind oder ein traumatisiertes oder verlassenes Kind denkt und warum es für ein solches Kind schwierig ist, Erwachsenen zu vertrauen und eine Beziehung mit diesen einzugehen. Weiter lernen die Teilnehmer, was ein solches Kind braucht, wie man es zum Lernen motiviert und wie man ihm Hoffnung auf ein "normales Lebes" vermitteln kann.

Die Zielgruppe dieser Schulungen sind Heimleiter, Pädagogen, Erzieher und Lehrer.

Typische Einrichtungen, in denen wir unterrichten, sind Grosskinderheime mit 100 bis 300 Kindern und 20 bis 40 Mitarbeitern. In diesen Heimen wird aus Mangel an Ressourcen meistens gar nicht pädagogisch gearbeitet und es bestehen auch keine oder nur sehr veraltete pädagogische Konzepte.